Im Kundalini-Yoga dreht sich alles um Zeiten und Zyklen. Die Yogische Wissenschaft geht davon aus, dass sich bestimmte Rhythmen, Zeiträume und Zyklen besonders dafür eignen, physische, mentale und geistige Veränderungsprozesse in Gang zu bringen und abzuschließen. Eines dieser Zeitfenster sind 90-Tage. Innerhalb von 90 Tagen durchlaufen wir mehrere psychologische Zyklen, in denen wir durch Hochs- und Tiefs gehen, mal viel Energie, mal weniger zur Verfügung haben. Wenn es uns gelingt eine Yoga- oder Meditationspraxis (oder ein Verzicht, eine neue Gewohnheit) für die Dauer von 90 Tagen aufrecht zu halten, kann sich die jeweilige Wirkung der Übungen in einer weiteren Tiefenschicht entfalten und positive physische und mentale Gewohnheiten verankern.


Ablauf
In den ersten Tagen geht es zumeist darum die physische Herausforderung anzunehmen und zu meistern. In der Folge öffnet sich das Verständnis der Übungen und energetische Komponenten können in den Vordergrund rücken bis sich nach den 90 Tagen in der Regel eine spürbare Veränderung der physischen und mentalen Gesamtkonstitution manifestiert, die anhält. Über die spezifischen Wirkungen der Übungen hinaus etablieren wir durch das Durchhalten der Disziplin unseren Willen jenseits von Launen und momentanem Befinden. Das Gefühl von Selbstwirksamkeit wird gestärkt und wir nehmen mit größerer Kraft den Fahrersitz unseres Lebens ein.

 

Im Sadhana bieten wir wir an zwei Tagen der Woche kleine 60 Minuten-Blöcke an, in denen wir jeweils für die Dauer von bis zu 90 Tagen zusammenkommen und von kurzen Aufwärmübungen vorbereitet eine gewählte Meditation aus dem Kundalini-Yoga in der Gruppe praktizieren. Immer wieder in die Gruppe einzutauchen unterstützt den individuellen Übungsprozess. Wer lieber allein üben möchte findet weiter unten alle nötigen Hinweise. Ein zumindest einmaliges Teilnehmen am Kurs wird empfohlen.